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Bertuch

Der Familienname Bertuch kommt in den Kichenbüchern von Bad Tennstedt seit deren Beginn 1608 zahlreich vor, läßt sich auch davor schon nachweisen und ist bis heute dort vertreten. Allein im ältesten Kirchenbuch von Bad Tennstedt (1608-1630) finden sich 72 Taufeintragungen, 14 Trauungen und 62 Begräbnisse unter dem Namen Bertuch. Nicht alle konnten bisher eindeutig zugeordnet werden.

Die Bertuchs gehörten zu den angesehenen Familien, unter ihnen finden sich Bürgermeister oder anderweitige Ratsmitglieder, Apotheker sowie Meister verschiedener Zünfte. Die wohl älteste Erwähnung des Namens Bertuch in Bad Tennstedt erfolgt im Zinsregister des Stifts Gandersheim (StA Wolfenbüttel 11 Alt Gandersheim Fb1, VII, 6) aus dem Jahre 1473 und erwähnt Henrich, Frictze und Hans Bertuch. Im Zinsregister 1492-1509 werden 1492 ein Hans, 1493 ein Johann und 1495 ein Hans Bertuch erwähnt. Im Tennstedter Zinsregister von 1582/83 finden sich folgende Namensträger: Balthasar, Christof, Hans, Jacob (Bruder von Valtin), Rel. Jobst (Witwe von Jobst), Nickel, Valtin und Volkmar sowie "die alte Bertuch".
Laut Deutschem Namenlexikon von Hans Bahlow taucht der Name Bertuch (Bertog, Bertoch) in Erfurt um 1300 sowie auch in Hameln 1191-1330 auf.
In einer Urkunde des Klosters Georgenthal (QQ I D 138 Staatsarchiv Gotha) vom 4. Dezember 1334 wird unter den Zinsbauern in Frienstedt bei Erfurt auch Katharina genannt Bertochen erwähnt.

Berühmte Namensträger aus Bad Tennstedt sind:
 

Justin Bertuch (1564-1626) 

* 8.5.1564, † 27.8.1626, Rektor von Schulpforta, "poeta laureatus", gab 1612 unter dem Titel "Chronicon Portense" eine Chronik von Schulpforta heraus (deutsche Ausgabe 1734 von Jo. Martin Schamelius)

Friedrich Justin Bertuch (1747-1822) 

Bertelsmann Universallexikon: Bertuch, Friedrich Justin, Schriftsteller u. Verleger, * 30.9.1747 Weimar, † 3.4.1822 Weimar; Kabinettssekretär u. Legationasrat in Weimar; übersetzte den "Don Quijote" 1775-1777, gab ein "Magazin der span. u. portugies. Literatur", die mit Ch. M. Wieland gegr. "Allg. Literaturzeitung" Jena 1785 ff. u. die "Blaue Bibliothek aller Nationen" 1790-1797 (Märchen, Sagen, Ritterromane) heraus, schrieb auch Kinderbücher.

Eine ausführliche Darstellung aller Daten über den Familiennamen Bertuch würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Bei Interesse an weiteren Informationen kontaktieren Sie mich bitte.

 

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